DM2CUA

Entwicklung und Integration von mobilen personen- und situationsbezogenen Interventionen in moderne Schulungs- und Beratungsstrategien.

Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen, die gesundheitspolitisch eine große Herausforderung darstellt. Das österreichische Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) initiierte im Jänner 2016 die Entwicklung einer österreichischen Diabetes-Strategie um den Problemen die die Versorgung an DM2 erkrankter Menschen für das öffentliche Gesundheitswesen darstellt strukturell und strategisch zu begegnen. Darin werden insbesondere individuelle, „niederschwellige und adäquate Versorgungsangebote“ für DM2 Betroffene gefordert, um eigenständig und kompetent mit Diabetes umgehen zu können. Die Eigenständigkeit in der Therapie ist vor allem vor dem Hintergrund, dass laut Schätzungen die Zahl der von DM Betroffenen in Österreich von momentan 8-9% bis 2030 auf 20% der Bevölkerung ansteigen könnte von großer Bedeutung.

Um mittelfristig die Lebensqualität der DM2 Betroffenen zu steigern und das Risiko von Folgeerkrankungen erfolgreich zu reduzieren, bedarf es Therapietreue und nachhaltiger positiver Lebensstilmodifikationen. Die aktive Teilnahme an DM2 Schulungen und Integration der Therapieziele in den Alltag ist dabei ebenso von hoher Relevanz wie die intensive Betreuung durch die behandelnden Health Care Professionals (HCP). Im Alltag gestalten sich die notwendigen Lebensstilmodifikationen jedoch häufig schwierig.
Ziel des Projekts DM2CUA ist die Entwicklung und Integration von Smartphone- und mobilen Technologien um einerseits DM2 Betroffene durch personen- und situationsbezogene Interventionen beim Erreichen ihrer Therapieziele und der Modifikation ihres Lebensstils zu unterstützen, und andererseits HCPs im Betreuungskontext durch moderne Schulungs- und Beratungsstrategien zu stärken. Im Sinne der personalisierten Medizin soll damit ein persönlicher digitaler Coach entwickelt werden, der auf die durch Geschlecht, Alter, kulturelle Hintergründe und Familien- und Arbeitskontexte individuell geprägten Lebenswelten angepasst ist. Damit wird eine kontinuierliche, personalisierte Betreuung ermöglicht, die helfen soll, die DM Therapie im Alltag der Betroffenen zu verankern um eine möglichst hohe Therapietreue und eine langanhaltende, positive Lebensstiländerung zu erwirken.

Im Rahmen des Projekts DM2CUA wird patientInnen-zentriert, unter Einbindung aller in DM2 Schulung und Therapie tätigen Berufsgruppen, ein Unterstützungs-Framework entwickelt, das hilft, die Therapieziele in den Alltag der DM2 Betroffenen zu integrieren. Als Grundlage für die weitere Arbeit wird der Ist-Zustand der DM2 Schulungs- und Betreuungsstrukturen im Bundesland Salzburg ermittelt (September 2017 – Dezember 2017). Dazu werden stationäre und ambulante DM2 Gruppenschulungen (Ambulanzen, Rehabilitations- und Regenerationszentren, niedergelassener Bereich) besucht und systematisch nach inhaltlichen und methodischen Aspekten hin analysiert. Als weiterer Schritt werden spezifische Fokusgruppengespräche einerseits mit den DM2 Betroffenen und andererseits mit den in der Betreuungskette involvierten Berufsgruppen (DiaetologInnen, DiabetesberatInnen, DiabetologInnen) durchgeführt. Daraus werden erfolgreiche Strategien sowie Problemfelder des Transfers von Inhalten aus der Schulungs- in die Alltagssituation der DM2 Betroffenen hinsichtlich positiver Lebensstilmodifikation definiert.
Aufbauend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen wird in der nächsten Projektphase (Januar 2018 – April 2018) in einem offenen Entwicklungsprozess unter Einbindung aller Stakeholder eine mobile Applikation entwickelt, die HCPs und DM2 Betroffene dabei unterstützen soll, die Schulungs- und Therapieziele möglichst gut im Alltag umzusetzen. Das dabei entwickelte System wird dann in einem iterativen Prozess auf seine Tauglichkeit hin getestet und adaptiert, um die Applikation in der letzten Projektphase (Sommer 2018) einer klinischen Studie zu unterziehen, um die Auswirkung von personalisierten, situationsbezogenen Hinweisen im DM2-Management evaluiert wird.

Team

FH-Prof. DI Dr.<br />
Simon Ginzinger, MSc
FH-Prof. DI Dr.
Simon Ginzinger, MSc
Projektleitung
FH-Prof. Mag.<br />
Babette Grabner
FH-Prof. Mag.
Babette Grabner
Projektleitung
FH-Prof. Priv.-Doz. Dr.<br />
Geja Oostingh
FH-Prof. Priv.-Doz. Dr.
Geja Oostingh
Projektleitung
DI Caroline Roth, BSc
DI Caroline Roth, BScResearch
Magdalena Fischill, BScN, MScN
Magdalena Fischill, BScN, MScNResearch
Martin Tiefengrabner, MSc
Martin Tiefengrabner, MScResearch

Blog

46. Jahrestagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft

Das DM2CUA Forschungsteam war bei der 46. Jahrestagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft vertreten. Am zweiten Kongresstag, dem 16.11.2018, wurde unser Poster mit dem Titel “Projekt: Diabetes mellitus Typ 2 – clevere individuelle Unterstützung im Alltag (DM2CUA) Erfolgreiche Schulungs- und Beratungsstrategien – ein qualitativer Zwischenbericht” im Zuge eines “Poster-Walks” präsentiert. Auf dem Poster wurde zum einen ein Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse und zum anderen ein Ausblick auf die klinische Pilotstudie gegeben. Passend zum Tagungs-Motto „Die vielen Gesichter des Diabetes“ gab es interdisziplinäre Vorträge und fachlichen Austausch über aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen.

Science Slam 4. ÖPGK-Konferenz

Am 24.10.2018 fand die 4. ÖPGK-Konferenz (Österreichische Plattform für Gesundheitskompetenz) in Graz statt. Dabei wurde das DM2CUA-Projekt in Form eines Science-Slams vorgestellt. Diese Vortragsform bedient sich der populärwissenschaftlichen Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten. Die Verständlichkeit und der Unterhaltungswert des Kurzvortrags stehen dabei im Vordergrund. Dieser Herausforderung haben sich Melanie Roth und Magdalena Fischill vom DM2CUA-Projektteam gestellt.

Im Zuge eines Schauspiels wurde eine Frau Huber vorgestellt. Frau Huber nimmt derzeit an einer Gruppenschulung für Diabetes mellitus Typ 2 teil. Zudem ist Frau Huber als Diabetes mellitus Typ 2-Betroffene an der geplanten DM2CUA Studie teil. Frau Huber berichtet dem Publikum, dass sie die DM2CUA-App auf ihrem Smartphone hat und erläutert dem Publikum die Funktionsweise dieser App.

Im Anschluss an diesen Bericht erhält Frau Huber eine weitere Aufgabe über die DM2CUA-App und das Publikum wird live in die Bearbeitung dieser Aufgabenstellung miteingebunden. Im ersten Schritt der Aufgabe wird Frau Huber aufgefordert ihren Blutzucker zu messen und den Wert in der App einzugeben. Danach erfolgt die Aufforderung für eine halbe Stunde flott spazieren zu gehen. Dabei wird Frau Huber kräftig vom Publikum unterstützt. Nach der Bewegung fordert die App Frau Huber auf nun ihren Blutzuckerwert zu schätzen und den Schätzwert in die App einzutragen. Nach der Schätzung soll Frau Huber laut der Aufgabe erneut den Blutzucker messen und auch diesen Wert in die App eingeben. Damit hat Frau Huber die Aufgabenstellung geschafft.

Nach der Bearbeitung der Aufgabe gibt es einen Szenenwechsel in die Gruppenschulung. Dort stellt Frau Hansen, die Schulungsleitung, die Ergebnisse der bearbeiteten Aufgabenstellung aller TeilnehmerInnen vor. Auch die angegebenen Blutzuckerwerte, die von Frau Huber im Zuge der Aufgabenstellung angegeben hat, sind zu sehen.

Forschungswelten 2018 – Projektpräsentation

Vom 19.-20. April 2018 fand an der Fachhochschule St. Gallen der 9. internationale wissenschaftliche Kongress für Pflegeforschung – Forschungswelten – statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel “Vielfalt leben – Offenheit erhalten. Multiperspektivität und Interdisziplinarität in Pflege – Praxis – Wissenschaft”. Das DM2CUA Projektteam – vertreten durch Mag. Melanie Roth – wurde eingeladen das interdisziplinäre Projekt als Poster zu präsentieren. Aus den interessanten Keynote-Präsentationen, Projektpräsentationen und Gesprächen mit anderen WissenschafterInnen konnten zahlreiche Anregungen für den weiteren Verlauf des DM2CUA Projekts mit nach Salzburg gebracht werden.

8. Lange Nacht der Forschung

Am Freitag, 13. April 2018, hieß es wieder Eintritt frei in die Welt der Wissenschaft und Forschung! Bei der achten Langen Nacht der Forschung wurden in allen neun Bundesländern aktuelle Projekte, neue Erkenntnisse und Technologien auf spannende, verständliche und unterhaltsame Weise präsentiert. Mit 228.000 Besucherinnen und Besuchern freuen sich Verantwortliche, Organisatoren und Aussteller über einen neuen Rekord und das stetig wachsende Interesse der Bevölkerung an den Zukunftsthemen. Namhafte Ausstellerorganisationen an 265 Standorten erlaubten einen einmaligen Blick hinter die Kulissen. Dabei wurden 2.600 Fragen aus der aktuellen Forschung an den einzelnen Stationen beantwortet. Rund 10.000 Forscherinnen und Forscher waren dafür seit Monaten im Einsatz, um Forschung eine Nacht lang erlebbar zu machen. Das DM2CUA Team war bei der Station “Point-of-Care Technologien: einfach und zuverlässig!?” mitvertreten, wo man unter anderem Blutzucker, Körpergewicht sowie Körperfett bestimmen lassen konnte.

 

12. FH-Forschungsforum in Salzburg

Mehr als 200 AutorInnen, 150 eingereichte Vorhaben, 83 ausgewählte Projekte, 26 Chairs, 18 Sessions und Panels, 1 Science Slam, 2 intensive Tage. Das war das 12. österreichische FH-Forschungsforum 2018 an der FH Salzburg. Unter dem Generalthema „Innovation – Transfer – Vorsprung“ nahm das 12. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen Bezug auf die Stärken der FH-Forschung: Angewandte Forschung und Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft, aus der innovative Problemlösungen resultieren und zum Vorsprung in Wissenschaft und Forschung beitragen.
Mehr als 300 ForscherInnen, Entscheidungsträger, Opinion Leader und Führungspersönlichkeiten der österreichischen Forschungs- und Politiklandschaft tauschten sich zu gegenwärtigen Forschungsfragen aus, referierten und diskutierten Perspektiven innerhalb der Themenschwerpunkte; Darunter Bundesminister Heinz Faßmann und die Salzburger Landesrätin Martina Berthold. Die Keynote hielt die Forscherin, Autorin und Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes Renée Schroeder zum Thema “Was ist Leben”. Das DM2CUA Team war durch einen Vortrag vertreten und stellte erste Projektergebnisse zu den Fokusgruppengesprächen vor.

Fokusgruppen

Um einen Einblick in den Alltag der Betroffenen und die Arbeit der an Schulung und Therapie beteiligten Berufsgruppen (DiaetologInnen, DiabetesberatInnen, DiabetologInnen) zu bekommen, werden im Rahmen des Projekts Fokusgruppengespräche durchgeführt. Am 28. September durften wir dank Anna Mayer die erste dieser Diskussionsrunden mit DiabetikerInnen der Selbsthilfegruppe des ÖDV Salzburg durchführen. In einem angeregten, zweistündigen Gespräch konnten wir viel über den Umgang der Betroffenen mit ihrem Diabetes im Alltag und Strategien zur Bewältigung von damit verbundenen Problemen erfahren. Von November 2017 bis Jänner 2018 fanden insgesamt vier weitere Fokusgruppen mit DiaetologInnen, DiabetesberatInnen und DiabetologInnen statt. Wir danken allen TeilnehmerInnen für die angeregten Diskussionen und wertvollen Anregungen!

Weltdiabetestag

Anlässlich des Weltdiabetestages organisierten ÖDV (Österreichische Diabetikervereinigung) und optimamed Rehabilitationszentrum Hallein am 11. November 2017 einen Diabetesinformationsnachmittag. Im Zuge der Industrieausstellung stellten Pharmafirmen und Sanitätsfachhandel Neuerungen im Diabetesbereich vor. In der Gesundheitsstraße wurde kostenlos HbA1c -, Blutzucker und Blutdruckmessungen sowie Fußkontrolle, Diabetes- und Ernährungsberatung angeboten. Gemeinsam mit zahlreichen Besuchern besuchte das DM2CUA Team interessante Vorträge zum Thema „Diabetes schädigt die Nieren – wie kann ich mich schützen“, „Diabetes: Ernährungsmythen aufgedeckt“ und „Diabetische Neuropathie – die große Unbekannte!?“ Der erfolgreiche Nachmittag fand seinen Ausklang bei einer gemeinsamen Jause, bei der sich DiabetikerInnen kennenlernen und untereinander austauschen konnten.

Schulungsbeobachtungen

Seit September beobachtete das interdisziplinäre Team von DM2CUA an bis dato acht Orten im Bundesland Salzburg Gruppenschulungen für Diabetes mellitus Typ 2 Betroffene. Dadurch konnten bereits wertvolle Informationen über wichtige Beratungsinhalte und Beratungsstrategien gewonnen werden. Die Kontakte zu Health Care Professionals (DiaetologInnen, DiabetesberaterInnen, ÄrztInnen) und Betroffenen lieferten gleichermaßen erste wesentliche Beiträge in der Konzeptionsphase der mobilen Applikation. Wir bedanken uns bei allen bisherigen Beteiligten für die Gewährung kostbarer Einblicke in die Diabetes mellitus Typ 2 Beratung, und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit.

Befragung an den Salzburger Landeskliniken

Im Juli und August 2017 hat das DM2CUA Projektteam an der Diabetesambulanz der Universitätsklinik für Innere Medizin I der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken eine Umfrage durchgeführt. Mit offenen und geschlossenen Fragen wurden Angaben zur Person, zur Diabetestherapie, zur Diabetesschulungen und zur Blutzuckermessung anonymisiert erhoben. Ziel der Befragung war es, einen ersten Einblick hinsichtlich der oben genannten Teilbereiche zu gewinnen. Unser Dank gilt Dr. Lars Stechemesser für die Möglichkeit und den Freiwilligen der Diabetesambulanz, die an der Befragung teilgenommen haben.

Publikationen

  • [DOI] B. Bogner, K. Schwenoha, K. Gmeinhart, M. Tiefengrabner, T. Stütz, E. Ardelt-Gattinger, S. Ring-Dimitriou, K. Paulmichl, D. Weghuber, and G. J. Oostingh, “The MoYo-project. study design and feasibility testing,” , vol. 89.
    [Bibtex]
    @article{bogner_moyo-project._2015,
    title = {The {MoYo}-Project. Study design and feasibility testing},
    volume = {89},
    doi = {10.1016/j.appet.2014.12.069},
    journaltitle = {Appetite},
    author = {Bogner, B. and Schwenoha, K. and Gmeinhart, K. and Tiefengrabner, M. and Stütz, T. and Ardelt-Gattinger, E. and Ring-Dimitriou, S. and Paulmichl, K. and Weghuber, D. and Oostingh, G. J.},
    date = {2015}
    }
  • M. Tiefengrabner and S. W. Ginzinger, “Nutrition data analysis and visualization for deterministic food categorization.” 2014.
    [Bibtex]
    @inproceedings{tiefengrabner_nutrition_2014,
    title = {Nutrition Data Analysis and Visualization for Deterministic Food Categorization},
    eventtitle = {Forum Medientechnik - Next Generation, New Ideas},
    publisher = {Werner H\{ü\}lsbusch},
    author = {Tiefengrabner, Martin and Ginzinger, Simon W.},
    editor = {Seidl, Markus and Schmiedl, Grischa},
    date = {2014}
    }
  • B. Bogner, K. Schwenoha, K. Gmeinhart, M. Tiefengrabner, T. Stuetz, S. W. Ginzinger, E. Ardelt-Gattinger, T. Freudenthaler, S. Ring-Dimitriou, M. Vogl, and others, “Combining biomedical, nutritional and physical fitness parameters in a school-based intervention study-preliminary data from the moyo-study salzburg.” 2016, p. 27.
    [Bibtex]
    @inproceedings{bogner_combining_2016,
    title = {Combining Biomedical, Nutritional and Physical Fitness Parameters in a School-based Intervention Study-preliminary Data from the Moyo-Study Salzburg},
    volume = {106},
    eventtitle = {{ACTA} Paediatrica},
    pages = {27},
    author = {Bogner, B. and Schwenoha, K. and Gmeinhart, K. and Tiefengrabner, M. and Stuetz, T. and Ginzinger, S. W. and Ardelt-Gattinger, E. and Freudenthaler, T. and Ring-Dimitriou, S. and Vogl, M. and others},
    date = {2016}
    }
  • S. Ginzinger, T. Stütz, M. Tiefengrabner, and G. J. Ooostingh, “Smart food tracking: accuracy and applicability,” , vol. 8.
    [Bibtex]
    @article{ginzinger_smart_2014,
    title = {Smart Food Tracking: Accuracy and Applicability},
    volume = {8},
    journaltitle = {Impulse in Zeiten des Wandels},
    author = {Ginzinger, Simon and Stütz, Thomas and Tiefengrabner, Martin and Ooostingh, Geja J.},
    date = {2014}
    }
  • [DOI] J. Reichenberger, P. Kuppens, M. Liedlgruber, F. F. H. H. Wilhelm, M. Tiefengrabner, S. Ginzinger, and J. Blechert, “No haste, more taste: an EMA study of the effects of stress, negative and positive emotions on eating behavior.”
    [Bibtex]
    @article{reichenberger_no_2016,
    title = {No haste, more taste: An {EMA} study of the effects of stress, negative and positive emotions on eating behavior},
    url = {http://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0301051116302794},
    doi = {10.1016/j.biopsycho.2016.09.002},
    abstract = {{OBJECTIVES}{\textbackslash}{nStress} and emotions alter eating behavior in several ways: While experiencing negative or positive emotions typically leads to increased food intake, stress may result in either over- or undereating. Several participant characteristics, like gender, {BMI} and restrained, emotional, or external eating styles seem to influence these relationships. Thus far, most research relied on experimental laboratory studies, thereby reducing the complexity of real-life eating episodes. The aim of the present study was to delineate the effects of stress, negative and positive emotions on two key facets of eating behavior, namely taste- and hunger-based eating, in daily life using ecological momentary assessment ({EMA}). Furthermore, the already mentioned individual differences as well as time pressure during eating, an important but unstudied construct in {EMA} studies, were examined. {\textbackslash}n{\textbackslash}{nMETHODS}{\textbackslash}{nFifty}-nine participants completed 10days of signal-contingent sampling and data were analyzed using multilevel modeling. {\textbackslash}n{\textbackslash}{nRESULTS}{\textbackslash}{nResults} revealed that higher stress led to decreased taste-eating which is in line with physiological stress-models. Time pressure during eating resulted in less taste- and more hunger-eating. In line with previous research, stronger positive emotions went along with increased taste-eating. Emotional eating style moderated the relationship between negative emotions and taste-eating as well as hunger-eating. {BMI} moderated the relationship between negative as well as positive emotions and hunger-eating. {\textbackslash}n{\textbackslash}{nCONCLUSIONS}{\textbackslash}{nThese} findings emphasize the importance of individual differences for understanding eating behavior in daily life. Experienced time pressure may be an important aspect for future {EMA} eating studies.},
    journaltitle = {Biological Psychology},
    author = {Reichenberger, Julia and Kuppens, Peter and Liedlgruber, Michael and Wilhelm, F. H. Frank H. and Tiefengrabner, Martin and Ginzinger, Simon and Blechert, Jens},
    date = {2016},
    keywords = {[Eating styles, E, Ecological momentary assessment}
    }
  • [DOI] M. Tiefengrabner, M. Domhardt, G. J. Oostingh, K. Schwenoha, T. Stütz, R. Weitgasser, and S. W. Ginzinger, “Can smartphone-based logging support diabetologists in solving glycemic control problems?.” 2014.
    [Bibtex]
    @inproceedings{tiefengrabner_can_2014,
    title = {Can smartphone-based logging support diabetologists in solving glycemic control problems?},
    volume = {198},
    isbn = {978-1-61499-396-4},
    doi = {10.3233/978-1-61499-397-1-188},
    abstract = {Treatment of diabetic patients strongly relies on the continuous logging of parameters relevant to glycemic control. Keeping diabetes diaries can be tedious which can affect the data quality and completeness. Mobile technologies could provide means to overcome these limitations. However, studies analyzing the direct effect on the treatment of patients are rare. In the presented study diabetic patients were supplied with a smartphone application to record various parameters relevant for glycemic control. Questions regarding the completeness of diabetes diaries were answered by the patients before and after the study. The attending diabetologist analyzed the data obtained from the smartphone-based diaries to determine whether these provided solutions for problems in glycemic control. The analysis of the available smartphone data provided the basis for therapeutic recommendations that can improve the daily glycemic control for almost all participants. Importantly, especially the newly developed implicit-activity logging, registering the participants' movements, provided important means to generate these recommendations. © 2014 The authors and {IOS} Press.},
    eventtitle = {Studies in Health Technology and Informatics},
    author = {Tiefengrabner, M. and Domhardt, M. and Oostingh, G. J. and Schwenoha, K. and Stütz, T. and Weitgasser, R. and Ginzinger, S. W.},
    date = {2014},
    keywords = {[Diabetes Mellitus, Evaluation Studies, Smartphone}
    }
  • T. Stütz, T. Kowar, M. Kager, M. Tiefengrabner, M. Stuppner, J. Blechert, F. H. Wilhelm, and S. Ginzinger, Smartphone based stress prediction, , vol. 9146.
    [Bibtex]
    @book{stutz_smartphone_2015,
    title = {Smartphone based stress prediction},
    volume = {9146},
    isbn = {978-3-319-20266-2},
    series = {Lecture Notes in Computer Science (including subseries Lecture Notes in Artificial Intelligence and Lecture Notes in Bioinformatics)},
    abstract = {© Springer International Publishing Switzerland 2015.Smartphone usage has tremendously increased and most users keep their smartphones close throughout the day. Smartphones have a broad variety of sensors, that could automatically map and track the user’s life and behaviour. In this work we investigate whether automatically collected smartphone usage and sensor data can be employed to predict the experienced stress levels of a user using a customized brief version of the Perceived Stress Scale ({PSS}). To that end we have conducted a user study in which smartphone data and stress (as measured by the {PSS} seven times a day) were recorded for two weeks. We found significant correlations between stress scores and smartphone usage as well as sensor data, pointing to innovative ways for automatic stress measurements via smartphone technology. Stress is a prevalent risk factor for multiple diseases. Thus accurate and efficient prediction of stress levels could provide means for targeted prevention and intervention.},
    author = {Stütz, T. and Kowar, T. and Kager, M. and Tiefengrabner, M. and Stuppner, M. and Blechert, J. and Wilhelm, F. H. and Ginzinger, S.},
    date = {2015},
    keywords = {[Data analysis, Field study, Observational study,}
    }
  • [DOI] M. Domhardt, M. Tiefengrabner, R. Dinic, U. Fotschl, G. J. Oostingh, T. Stutz, L. Stechemesser, R. Weitgasser, and S. W. Ginzinger, “Training of carbohydrate estimation for people with diabetes using mobile augmented reality,” , vol. 9, iss. 3.
    [Bibtex]
    @article{domhardt_training_2015,
    title = {Training of Carbohydrate Estimation for People with Diabetes Using Mobile Augmented Reality},
    volume = {9},
    doi = {10.1177/1932296815578880},
    abstract = {© 2015 Diabetes Technology Society Reprints and permissions.Background: Imprecise carbohydrate counting as a measure to guide the treatment of diabetes may be a source of errors resulting in problems in glycemic control. Exact measurements can be tedious, leading most patients to estimate their carbohydrate intake. In the presented pilot study a smartphone application ({BEAR}), that guides the estimation of the amounts of carbohydrates, was used by a group of diabetic patients. Methods: Eight adult patients with diabetes mellitus type 1 were recruited for the study. At the beginning of the study patients were introduced to {BEAR} in sessions lasting 45 minutes per patient. Patients redraw the real food in 3D on the smartphone screen. Based on a selected food type and the 3D form created using {BEAR} an estimation of carbohydrate content is calculated. Patients were supplied with the application on their personal smartphone or a loaner device and were instructed to use the application in real-world context during the study period. For evaluation purpose a test measuring carbohydrate estimation quality was designed and performed at the beginning and the end of the study. Results: In 44\% of the estimations performed at the end of the study the error reduced by at least 6 grams of carbohydrate. This improvement occurred albeit several problems with the usage of {BEAR} were reported. Conclusions: Despite user interaction problems in this group of patients the provided intervention resulted in a reduction in the absolute error of carbohydrate estimation. Intervention with smartphone applications to assist carbohydrate counting apparently results in more accurate estimations.},
    number = {3},
    journaltitle = {Journal of Diabetes Science and Technology},
    author = {Domhardt, M. and Tiefengrabner, M. and Dinic, R. and Fotschl, U. and Oostingh, G. J. and Stutz, T. and Stechemesser, L. and Weitgasser, R. and Ginzinger, S. W.},
    date = {2015},
    keywords = {[Augmented reality, Carbohydrate counting, Diabete}
    }
  • [DOI] T. Stütz, G. Emsenhuber, D. Huber, M. Domhardt, M. Tiefengrabner, G. J. Oostingh, U. Fötschl, N. Matis, and S. Ginzinger, “Mobile phone–supported physiotherapy for frozen shoulder: feasibility assessment based on a usability study,” , vol. 4, iss. 2, p. e6.
    [Bibtex]
    @article{stutz_mobile_2017,
    title = {Mobile Phone–Supported Physiotherapy for Frozen Shoulder: Feasibility Assessment Based on a Usability Study},
    volume = {4},
    issn = {2369-2529},
    url = {http://rehab.jmir.org/2017/2/e6/},
    doi = {10.2196/rehab.7085},
    shorttitle = {Mobile Phone–Supported Physiotherapy for Frozen Shoulder},
    pages = {e6},
    number = {2},
    journaltitle = {{JMIR} Rehabilitation and Assistive Technologies},
    author = {Stütz, Thomas and Emsenhuber, Gerlinde and Huber, Daniela and Domhardt, Michael and Tiefengrabner, Martin and Oostingh, Gertie Janneke and Fötschl, Ulrike and Matis, Nicholas and Ginzinger, Simon},
    urldate = {2017-08-01},
    date = {2017-07-20},
    langid = {english},
    file = {fc-xsltGalley-7085-135672-10-PB.pdf:/Users/MartinTiefengrabner/Owncloud/SHC/_zotero-library/storage/UMEEC3F7/fc-xsltGalley-7085-135672-10-PB.pdf:application/pdf}
    }
  • M. Tiefengrabner, U. Fötschl, M. Domhardt, G. J. Oostingh, J. Altenberger, and S. Ginzinger, Telemedizinische unterstützung der kardiovaskulären rehabilitation mittels einer smartphone applikation (RehaApp).
    [Bibtex]
    @unpublished{tiefengrabner_telemedizinische_2016,
    location = {Salzburg},
    title = {Telemedizinische Unterstützung der kardiovaskulären Rehabilitation mittels einer Smartphone Applikation ({RehaApp})},
    type = {Poster},
    howpublished = {Poster},
    note = {{PMU} Science Day},
    author = {Tiefengrabner, Martin and Fötschl, Ulrike and Domhardt, Michael and Oostingh, Gertie Janneke and Altenberger, Johann and Ginzinger, Simon},
    date = {2016}
    }
  • [DOI] T. Stemeseder, B. Schweidler, P. Doppler, E. Klinglmayr, S. Moser, L. Lueftenegger, M. Himly, R. Lang, J. Zumbach, G. J. Oostingh, T. Hawranek, A. C. Bathke, and G. Gadermaier, “Exposure to indoor allergens in different residential settings and its influence on IgE sensitization in a geographically confined austrian cohort,” , vol. 12, iss. 1, p. e0168686.
    [Bibtex]
    @article{stemeseder_exposure_2017,
    title = {Exposure to Indoor Allergens in Different Residential Settings and Its Influence on {IgE} Sensitization in a Geographically Confined Austrian Cohort},
    volume = {12},
    issn = {1932-6203},
    url = {http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0168686},
    doi = {10.1371/journal.pone.0168686},
    abstract = {Background Exposure to indoor allergens is crucial for {IgE} sensitization and development of allergic symptoms. Residential settings influence the allergen amount in house dust and hence allergic sensitization. Within this study, we investigated allergen exposure and molecule-based {IgE} levels in a geographically confined region and evaluated the impact of housing, pets and cleaning. Methods 501 adolescents from Salzburg, Austria participated in this cross-sectional study. House dust samples were examined regarding major mite, cat, dog, and mold allergens using a multiplex assay. Serum samples of participants were analyzed for specific {IgE} to Der p 1, Der p 2, Fel d 1, Can f 1 and Alt a 1 using the multiplex array {ImmunoCAP} {ISAC}. Information on allergies, living areas, dwelling form (house, flat, farm), pets, and household cleanliness were obtained by a questionnaire. Results In investigated house dust samples, the concentration of cat allergen was highest while the prevalence of mold allergens was very low. Participants showed {IgE} sensitization to Der p 1 (13.2\%), Der p 2 (18.2\%), Fel d 1 (14.4\%), Can f 1 (2.4\%) and Alt a 1 (2.0\%). In alpine regions, lower mite allergen concentrations were detected which correlated with reduced {IgE} levels. A trend for increased sensitization prevalence from rural to alpine to urban regions was noted. Living on farms resulted in lower sensitization prevalence to mite and cat allergens, even though exposure to mites was significantly elevated. The presence of cats was associated with a lower sensitization rate and {IgE} levels to cat and mite allergens, and less frequent allergic diseases. Cleaning did not impact allergen concentrations, while {IgE} reactivity to mites and allergic diseases were more pronounced when living in cleaner homes. Conclusion Allergen exposure to indoor allergens was influenced by setting of homes. Living in a farm environment and having a cat at home showed a protective effect for {IgE} sensitization and allergies. This cross-sectional study in combination with hereditary and lifestyle factors enables development of risk schemes for a more efficient management and potential prevention of allergic diseases.},
    pages = {e0168686},
    number = {1},
    journaltitle = {{PLOS} {ONE}},
    shortjournal = {{PLOS} {ONE}},
    author = {Stemeseder, Teresa and Schweidler, Bettina and Doppler, Patrick and Klinglmayr, Eva and Moser, Stephanie and Lueftenegger, Lisa and Himly, Martin and Lang, Roland and Zumbach, Joerg and Oostingh, Gertie J. and Hawranek, Thomas and Bathke, Arne C. and Gadermaier, Gabriele},
    date = {2017-01-03},
    keywords = {Allergens, Allergic diseases, Allergies, Cats, Cross-sectional studies, Dogs, Dust, Mites},
    file = {Full Text PDF:/Users/MartinTiefengrabner/Owncloud/SHC/_zotero-library/storage/UXMZED9B/Stemeseder et al. - 2017 - Exposure to Indoor Allergens in Different Resident.pdf:application/pdf;Snapshot:/Users/MartinTiefengrabner/Owncloud/SHC/_zotero-library/storage/6NGYEI6A/article.html:text/html}
    }
  • Stütz Thomas, G. Emsenhuber, D. Huber, M. Domhardt, M. Tiefengrabner, N. Matis, and S. Ginzinger, “An interactive 3d health app with multimodal information representation for frozen shoulder: co-creation and evaluation with patients.” 2017.
    [Bibtex]
    @inproceedings{stutz_thomas_interactive_2017,
    location = {Vienna},
    title = {An Interactive 3D Health App with Multimodal Information Representation for Frozen Shoulder: Co-Creation and Evaluation with Patients},
    volume = {19},
    eventtitle = {International Conference on Human-Computer Interaction with Mobile Devices and Services},
    publisher = {{ACM} Press},
    author = {Stütz Thomas, and Emsenhuber, Gerlinde and Huber, Daniela and Domhardt, Michael and Tiefengrabner, Martin and Matis, Nicholas and Ginzinger, Simon},
    date = {2017}
    }